
Günther Rothe wurde 1947 in Lützen bei Leipzig geboren. Der studierte Musiker und Orchesterleiter entwickelte sich zielgerichtet Ende der 80er Jahre zum Maler, Grafiker und Plastiker. Dabei stand ihm der Leipziger Professor Heinz Wagner als Lehrer und Mentor zur Seite.
Heute gehört Günther Rothe zu den exponierten Leipziger Künstlern, auch wenn er nicht dem in der Kunstwissenschaft seit den 70er Jahren eingeführten Begriff der „Leipziger Schule“ zuzuordnen ist. Rothes Malerei umgeht sowohl den philosophischen Anspruch wie den von der Gegenständlichkeit geprägten erzählenden Charakter dieser Kunstrichtung. Vielmehr verkörpert Rothe, inspiriert durch den englischen Maler William Turner (1775–1851), mit seiner Malerei eine Stilrichtung, die von der „Leipziger Schule“ weitgehend ausgelassen wurde, die nicht gegenständliche, vorwiegend von intensiven Farbwirkungen geprägte impressionistische Malerei.
Die Bilder des Künstlers verinnerlichen eine Liaison von Gegenständlichkeit und Abstraktion und erzielen damit eine suggestive Inspiration beim Betrachter. In dieser postimpressionistischen Stilistik steht Rothe einzigartig im Umfeld der großen Leipziger Künstlerschaft mit seinem Schaffen da.